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Poty's home, Zuhause der gefrässigen Monsterkartoffel

Transport

Japan Rail: Shinkansen & Friends

"Meine sehr geehrten Damen und Herren, aufgrund von Zugfolge / spielenden Kindern / Personenschaden ... haben wir momentan etwa 30 Minuten Verspätung. Über ihre nächsten Reisemöglichkeiten informieren wir sie kurz vor der Einfahrt in blablubb." Die Deutsche Bahn machts möglich: Zwei Gleise zwischen zwei Städten für Regionalexpress, Güterzüge und ICE, Verspätung im Preis inbegriffen.

In Japan dagegen weiß man, wie Infrastruktur auszusehen hat: Der Shinkansen hat eigene Hochgeschwindigkeitstrassen, die geradlinig durch jeden Berg und über jedes Hinderniss hinweg getrieben sind. Verkehrsbehindernde Güterzüge und der Nahverkehr hat hier nichts verloren, weshalb in Japan ein Zug schlicht keine Verspätung hat. Man kann hier also wirklich mobil und entspannt in einem sein. Selbstverständlich, dass natürlich auch das Personal wieder sehr freundlich und hilfsbereit ist. Eine Verbeugung beim Betreten als auch beim Verlassen des Zugteils ist Pflicht, ebenso dass eine Bedienung mit Wägelchen stets durch die Wagen unterwegs ist.

Aber nicht nur der Shinkansen, auch die normalen Züge sind in der Regel sehr pünktlich. Darüberhinaus haben die auch ihre Features, man denke an die Möglichkeit, die Sitze um 180 Grad zu drehen, weil Japaner nicht gerne rückwärts Zug fahren und an meine Dummheit, bis ich das kapiert hatte, was die alte Frau von mir wollte, die aufgestanden war und wild mit ihren Armen herumfuchtelte und auf einen Hebel zeigte. Wird sich sicherlich gedacht haben, was da wieder für ein geistig beschränkter Gaijin sitzt ^_^

Erwähnenswert ist auch der Perfektionismus bis ins letzte kleine Detail: Ob Zug, Bus oder U-Bahn, alles hält punktgenau. Überall gibt es daher Pfeile, Linien etc. die einen anweisen, wie man wann für welchen Zug zu stehen hat. Das ein Zug wie bei der Deutschen Bahn in umgekehrter Zugreihenfolge einfährt, wäre hier unvorstellbar und käme einer Katastrophe gleich. Oft gibt es auch Glastüren oder Absperrungen, die erst öffnen, wenn der Zug eingefahren ist.

Shinkansen
Shinkansen

Bus und U-Bahn

Im Gegensatz zum Bahnfahren kann Bus - oder U-Bahnfahren für Ausländer ohne Schrift- und Japanischkenntnisse eine echte Herausforderung sein, da es nicht selten nur japanische Aushänge gibt. Zum Glück kann man sich beim U-Bahnfahren am Automaten einfach das günstigste Ticket besorgen und dann ggf. am Zielort nachbezahlen, so dass man an für sich nicht viel falsch machen kann, außer evtl. in die falsche Richtung zu fahren.

Beim Busfahren ist das meist etwas komplizierter. Man steigt hinten ein, zieht sich ein Ticket mit einer Nummer und beobachtet mit scharfem Blick die Preistafel, die alle paar Haltestellen den Preis des Tickets erhöht. Beim Aussteigen ist dann passend zu zahlen, man muss sich also rechtzeitig um Wechselgeld kümmern. Da in jedem Bus eine Wechselmaschine vorhanden ist, ist das aber kein Problem. Viel schwieriger ist es, die richtige Haltestelle zu finden, da auf einigen Plänen (ein Thema für sich in Japan) nicht alle Haltestellen verzeichnet sind, das Zählen der Haltestellen also nutzlos ist.

Das Bild von schlafenden Japanern in den U-Bahnen kann ich im übrigen bestätigen, die Leute steigen ein und scheinen im gleichen Augenblick auch schon einzuschlafen. Alternativ wird ein Manga gelesen, eine kleine Spielekonsole gezückt oder ein MP3-Player von Sony hervorgeholt.

Ticketautomat
Schön brav anstellen
U-Bahn in Yokohama
U-Bahn in Yokohama

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